Freude an neuen Kulturen: Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst in Kamerun

Wir sprachen mit Birte (20 Jahre) über ihren entwicklungspolitischen Freiwilligendienst, für den sie 12 Monate in Kamerun gelebt und gearbeitet hat.

Mit-Kolleginnen

Foto: © Birte Mensing

Was hast du im Ausland gemacht?
Ich habe ein Jahr in Bamenda in Kamerun gelebt und dort in einer Vorschule mit Kindern zwischen zwei und sechs Jahren meinen Freiwilligendienst gemacht. Im Juni und Juli konnte ich ein sechswöchiges Praktikum bei einem kleinen Radiosender absolvieren. Und zwischendurch durfte ich mit dem Youth Network for Health in die umliegenden Dörfer fahren, um an 
den Schulen bei Aufklärungsworkshops mitzuarbeiten.

Was für Erwartungen hattest du 
an deinen Aufenthalt und haben sich diese bestätigt?
Ich wollte in den 12 Monaten ein anderes Land kennenlernen, so gut es geht. Nicht nur viele Orte sehen, sondern auch die Menschen und das Leben in Kamerun kennenlernen. Das hat auch geklappt! 
Ich habe interessante Leute getroffen und Freunde gefunden. Durch sie habe ich viele besondere Dinge erlebt und gelernt, zum Beispiel wie man leckere Erdnusssoße kocht.

Wieso hast du dieses Land ausgewählt?Afrika_Kamerun
Ich habe mich bei „Brot für die Welt” beworben, einer Organisation, die ein Freiwilligenprogramm anbietet.
Da wusste ich noch nicht, in welches Land ich reisen
würde. „Brot für die Welt” hat mir eine Stelle in Kamerun vorgeschlagen. Ich hab erst auf der Landkarte nachge-
guckt, wo das liegt, und dann zugesagt.

Welche Voraussetzungen braucht man für
so einen Auslandsaufenthalt?
Mein Freiwilligendienst wurde von „weltwärts” gefördert. Das ist ein Programm der Bundes-
regierung, das einjährige Auslandsaufenthalte finanziert, genauer gesagt Flug, Unterkunft und Verpflegung. Zusätzlich bekam ich 100 € Taschengeld, was in Kamerun ausreicht, um viele schöne Dinge zu tun. Bedingung für die Bewerbung ist eine abgeschlossene Ausbildung oder Abitur bzw. Fachhochschulreife und dass man zwischen 18 und 28 Jahren alt ist. Von Vorteil sind auch gute Grundkenntnisse einer der Sprachen des Gastlandes.

KofferWelche Erfahrungen konntest du sammeln? 
Erst mal habe ich von einem Tag auf den anderen gelernt, alleine in einem fremden Land klarzukommen. Im Laufe des Jahres bekam ich dann Einblicke in sehr unterschiedliche Berufsbereiche wie Vorschule, Schule, HIV-Auf-
klärung, Apotheke und
Journalismus. Außerdem habe ich in den Ferien viele Teile des Landes bereist – von Bergtour über Strand, Nationalpark und Großstadt war alles dabei. Kamerun wird auch „l’Afrique en miniature” – Afrika im Kleinen – genannt, weil es so viele unterschiedliche Landschaftsformen und Kulturen gibt.

Regenzeit

Foto: © Birte Mensing

Was hat dich am meisten geprägt?
Geprägt hat mich besonders das Leben im Viertel. Das Einkaufen auf dem Markt vermisse ich sehr. Egal ob Gemüse oder Stoffe für ein neues Kleid, auf dem Markt gibt es alles! Auch wenn es für mich am Anfang schwer war, viele Dinge nicht planen zu können, zum Beispiel wann der Bus wirklich abfährt, habe ich gelernt, Sachen einfach abzuwarten und auf mich zukommen zu lassen. Das vergisst man hier leicht wieder, aber ich rufe es mir immer wieder ins Gedächtnis.

Kannst du dich an besonders gewöhnungsbedürftige Dinge erinnern?
Ich weiß noch, dass ich es anfangs sehr merkwürdig oder eher erstaunlich fand, wie viel Autos und Motorräder aushalten. Ich war vorher noch nie mit zehn Menschen in einem zweitürigen Kleinwagen. Auch manches Essen war sehr speziell, aber ich hab’s trotzdem probiert und mich sehr schnell daran gewöhnt.

Würdest du wieder hinfliegen?
Wahrscheinlich gehe ich nächsten Sommer noch mal zurück, um Freunde und Kolleginnen wiederzusehen. Von hier aus Kontakt zu halten ist zwar über Facebook möglich, aber irgendwie fehlt da etwas.

Markt

Foto: © Birte Mensing

Wie geht es nun für dich weiter?
Ich habe in Münster zwei Semester Politik-
wissenschaft studiert und bin gerade für ein Jahr in den Niederlanden, um mein Studium hier fortzusetzen. Ich denke, das wird nicht das letzte Land sein, in dem ich leben möchte. Die Freude an neuen Kulturen hat mich gepackt!

Denkst du, dass es dich und deinen
Lebensstil verändert hat?
Auf jeden Fall! Seit ich zurück in Europa bin,
ist mir Nachhaltigkeit besonders wichtig und
ich versuche jeden Tag, ein bisschen mehr in
dieser Richtung zu ändern: Fair-Trade- und Bio-Produkte einzukaufen, zu überprüfen, was ich wirklich brauche. Ich engagiere mich bei unterschiedlichen Initiativen, etwa beim Onlinemagazin „mittendrin”, in dem wir über Projekte hier in Deutschland berichten.

Wie würdest du anderen Mut machen, auch so etwas zu tun?
Was kannst du ihnen mit auf den Weg geben?
Du hast Interesse an anderen Kulturen – los geht’s! Sei dir bewusst, dass du in dem Jahr nicht die Welt verändern wirst, sondern in erster Linie dich selbst. Ich hab unendlich viel gelernt und bin sehr froh, mich darauf eingelassen zu haben.

 

FlugzeugWillst auch du andere Kulturen kennen-
lernen und dich ehrenamtlich engagieren?

Dann ist ein Freiwilligendienst genau das Richtige für dich!
Der Freiwilligendienst kann von unterschiedlicher Dauer sein
und auf Bundesebene oder international absolviert werden. Die Organisation
und Vermittlung übernimmt die Entsendeorganisation, die dir Einsatzbereiche
wie Soziales, Jugend, Umwelt oder Kultur bieten kann.

Es gibt viele Internetportale, die Tipps zum Freiwilligendienst geben:

www.afs.de/freiwilligendienste

http://info.brot-fuer-die-welt.de/freiwillige

www.bundes-freiwilligendienst.de

www.weltwaerts.de

Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit:
Die Initiative JOBLINGE hilft!

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Für viele Jugendliche endet der Weg ins Arbeits-
leben, noch bevor sie ihn betreten. Trotz des
demografischen Wandels, guter Wirtschaftslage und Fachkräftemangel haben gering qualifizierte junge Menschen kaum Chancen auf Zugang zum Arbeitsmarkt. Rund 550.000 Jugendliche in Deutschland haben derzeit den Sprung von der
Schule zur Ausbildung nicht geschafft, sind
arbeitslos oder befinden sich in Maßnahmen des „Übergangssystems“.

Bei JOBLINGE engagieren sich Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam, um
benachteiligte junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt
zu unterstützen.
In einem sechsmonatigen, intensiven Programm erlernen die „Joblinge“ zunächst in Gruppen-
projekten wichtige Sozial- und Jobkompetenzen, erhalten Orientierung über die eigenen Stärken
und passenden Berufe, bevor sie dann in JOBLINGE-Partnerunternehmen Praxiserfahrung
sammeln. Die Jugendlichen bekommen die Chance, sich ihren Ausbildungsplatz aus eigener
Kraft zu „erarbeiten“ – unabhängig von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen. Weiterlesen

Umgeben von Technik:
Elektroniker und Anlagenmechaniker

Wir schauten wiedermal hinter die Kulissen: diesmal bei der Deutschen TGS GmbH.
Wir sprachen mit Kai, Cebrail (Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik)
und Pascal (Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik)über ihre berufliche Zukunft.

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Foto: © Maya Meiners Photographie 2015

Welchen Schulabschluss habt ihr erworben?
Kai: Vor meiner Ausbildung habe ich an der Universität Vechta ein Studium der Sozialen
Arbeit begonnen, jedoch festgestellt, dass dies nicht das Richtige für mich ist.
Cebrail: Ich habe meinen Realschulabschluss gemacht.
Pascal: Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker
begonnen. Leider habe ich schnell festgestellt, dass das nichts für mich ist, deshalb habe ich
die Ausbildung abgebrochen.Druck

Warum habt ihr euch für diesen 
Beruf entschieden?
Kai: Die Faszination für den Bereich Elektronik hat mich immer
begleitet. Ich mag aber auch den Kundenkontakt. Bei 
der Deutschen
TGS kann ich Menschen direkt helfen und für die Zufriedenheit 
der Kunden sorgen. Es erfüllt mich mit Stolz, nach Beendigung meiner
Tätigkeit – sei es im Kundendienst oder in der Wohnungssanierung –
zu sehen, was 
ich geschafft habe.
Cebrail: Ich wusste bereits mit 12 Jahren, dass ich diesen Beruf ausüben will. Damals habe ich viel Zeit mit meinem Onkel ver
bracht, der ebenfalls Elektroniker ist. Elektronik hat mich schon immer fasziniert und so kam es, dass ich mich bei der Deutschen TGS beworben habe.
Pascal: Auch bei mir hat mein Onkel viel 
zu meiner Berufswahl beigetragen. Er ist Haustech-
niker und durch ihn bin ich auf diesen Beruf aufmerksam geworden. Zudem habe ich bei ihm
in der Firma als Aushilfe gearbeitet und erste Erfahrungen gesammelt. Weiterlesen

Verlosung:
Gewinne das aktuelle Album von MJKTC!

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Foto: © Marc Schultz-Coulon

Die Songs der Hamburger Band Mary Jane Killed The Cat sind ein toller Mix aus Foo Fighters,
Kings of Leon, U2 und Oasis. Doch trotz dieser Einflüsse haben Jerrit, Finn, Max und Gregor von MJKTC es geschafft, ihr ganz eigenes Ding zu kreieren.

Ihr habt die Chance, eine CD von MJKTC zu gewinnen! Weiterlesen

Happy Birthday!
Die Frühjahrsausgabe ist da!

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Mit dieser Ausgabe wird die azubi börse volljährig! Wir feiern unseren
18. Geburtstag mit euch am 6. und 7. Februar auf der Einstieg-Messe Hamburg.
Es wird einige Überraschungen geben, also unbedingt vorbeikommen!

Als besonderes Special findest du in dieser Ausgabe nicht nur viele
Ausbildungsplätze, sondern auch die besten Fotos aus 6 Jahren unseres
Cover-it-Shootings. Vielleicht bist du ja Druckauch dabei? Anschauen lohnt sich!

Du hast kein Heft mehr bekommen?
Dann bestelle dein Exemplar jetzt kostenlos!

Down under: Work & Travel in Australien
Reisen und unabhängig sein

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Durch Gelegenheitsjobs kann man seinen Aufenthalt vor Ort größtenteils selbst finanzieren. Wer möglichst viel sehen, neue Kulturen kennenlernen und ganz nebenbei seine Sprachkenntnisse verbessern will, der sollte über einen „Work & Travel”-Aufenthalt nachdenken.

Wir sprachen mit Simone S., 20 Jahre, die nach dem Abi ein Jahr durch Australien reiste! Weiterlesen

Bist du technisch interessiert?
Ausbildung zum Mediengestalter

abc packmedia GmbH & Co. KG realisiert seit 2004 verschiedenste Verpackungsprojekte von der Reinzeichnung über die Reproduktion bis zur fertigen Flexo- oder Tiefdruckform.
Großartig in Form zu sein, ist für das Unternehmen allererster Anspruch.
Die Verpackungsindustrie entwickelt sich ständig weiter, so auch abc packmedia GmbH & Co. KG. Daher sind sie aktuell auf der Suche nach motivierten Auszubildenden, die im Sommer 2015 in die spannende Welt der Verpackungen einsteigen möchten. Weiterlesen

Euer Start in die Medienbranche!
Jetzt schnell bewerben bei Albert Bauer Companies

Die Welt der Medien entwickelt sich rasant. Immer neue Technologien entstehen, immer neue Herausforderungen warten auf innovative Lösungen. Die Albert Bauer Companies ist einer der führenden Mediendienstleister Deutschlands und sucht in Hamburg Azubis zum Mediengestalter und Bürokaufleute. Weiterlesen

Tochscreen-Handschuhe zu gewinnen

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Unter den Teilnehmern verlosen wir Touchscreen-freundliche Handschuhe!

Ihr kennt das Problem: Will man zu dieser Jahreszeit draußen das Smartphone bedienen, frieren einem die Finger ab. Wären da nicht Handschuhe praktisch, mit denen man den Touchscreen bedienen kann und gleichzeitig warme Hände hat? Wir haben da was für euch! Schickt uns heute bis heute 23:59 Uhr eine Mail an info@azubiboerse.de mit dem Betreff „Handschuhe“, eurem Alter und dem Namen der Schule, auf die ihr geht. Teilnahmebedingungen

Powerbank gewinnen!
Verlosung zum 1. Advent

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O nein – nur noch 2 % Akku! Ihr kennt das bestimmt: Der Handy-Akku gibt genau dann den Geist auf, wenn man es überhaupt nicht gebrauchen kann. Die Lösung: eine Aufladestation für unterwegs! Einfach das Handy mit der Powerbank verbinden und schon könnt ihr es weiterbenutzen. Nach dem Aufladen verschwindet die Powerbank wieder in der Tasche. Weiterlesen